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die Geschichte
der Laienspielschar Ostbevern
Die Laienspielschar Ostbevern ist ein lockerer
Zusammenschluß der verschiedensten Personen, die sich dem plattdeutschen
Theater verschrieben haben..
Alle zwei Jahre wird kurz vor Ostern ein plattdeutsches Stück aufgeführt,
was in der Regel eine Länge von ca. 2,5 - 3 Stunden hat.
Gespielt wird seit 1988 in der Aula der Josef-Annegarn-Hauptschule Ostbevern. Vorher wurden die Stücke im Saal des "Hotel Beverhof" (Nuyken) und der "Gaststätte Sendker" (jetzt befindet sich in Teilen des Saals und der ehemaligen Bühne das griechische Restaurant "Rhodos") aufgeführt.
Die Organisation der Veranstaltung übernehmen im Wechsel die Kolpingfamilie-, der BSV- und der MGV- Ostbevern.
Der veranstaltende Verein kümmert sich u.a. um das Aufhängen der Plakate, die Bestuhlung, die Bewirtung der Gäste in den Pausen, die Abendkasse und stellt die Platzanweiser, da es nur nummerierte Plätze gibt.
Uns werden immer wieder die gleichen Fragen gestellt.
1) Warum gibt es drei veranstalltende Vereine im Wechsel ?
2) Warum habt ihr einen Sprecher, eine Sprecherin ?
3) Warum spielt ihr nur alle zwei Jahre Theater ?
Diese Fragen möchten wir an dieser Stelle gerne beantworten.
zu 1) Bis in die 50ger- 60ger Jahre des letzten Jahrhunderts führten der
BSV (Ballsportverein), die Kolpingsfamilie und der MGV (Männergesangsverein)
jährlich ein Theaterstück auf. Einige Darsteller waren in mehr als
einem der Vereine Mitglied. So standen talentierte Vereinsmitglieder immer wieder
auf der Bühne. Der MGV hatte natürlich Probleme, weibliche Rollen
zu besetzten. So kamen Ehefrauen oder verdiente Darstellerinnen der anderen
Vereine zum Zuge.
Im Laufe der Zeit kristalisierte sich eine vereinsübergreifende Gruppe
heraus, die seitdem das Theaterspielen übernimmt. Der jeweils veranstalltende
Verein sorgt für die gesamte Organisation.
zu 2) Es bedarf natürlich einiges an Koordination auf Seiten, des Veranstalters
und der Lainspielschar eine Spielzeit durchzuführen. Der veranstaltende
Verein entsandte meist seinen Vorsitzenden, die Laienspieler den Regiseur.
1981 bei "De Schelm van Mühlenbrook", war es erstmals Heinrich
Schulte-Bäing, der als Vorsitzender des BSV den Kontakt zur Lainspielschar
hielt. Ihm machte die Sache soviel Spass und für die Laienspieler so gut,
so dass er in den Folgejahren die Sprecherfunktion entwickelte. Nach seinem
Ableben am 18.02. 2003 übernahm diese Funktion Birgit Götker. Sie
war in den Vorständen des BSV und der Kolpingsfamilie tätig, war in
dieser Funktion oft Ansprechpartner für die Laienspielschar und bringt
somit die besten Vorraussetztungen mit in die großen Fußstapfen
unseres "Schulte" zu treten. Er hat sie noch entsprechend einführen
können.
zu 3) Ostbevern besteht aus zwei Ortsteilen, Dorf und Brock. Sowohl
im Dorf als auch im Brock wird bzw. wurde plattdeutsches Theater gespielt. Damit
sich beide Gruppen nicht gegenseitig das Publikum wegnahmen, wurde sich darauf
geeinigt im jährlichen Wechsel aufzuführen. Im Brock kam es in den
1980gern dazu, dass die einzige Gaststäte mit der notwendigenden Saalgröße
ihren Betrieb mehr oder weniger einstellte. Ein anderes Gebäude mit ähnlicher
Raumgröße stand dort nicht zur Verfügung. Damit wurde den "Brökern"
die Grundlage entzogen.
Im Dorf (mit) zu spielen kam für die Gruppe verständlicherweise nicht
in Frage
Die Laienspielschar im Dorf, also wir, behielt ihren Turnus bei. Dies hat zwei
gute Gründe.
Zum Einen wollen wir unsere Publikum nicht überbeanspruchen. Würden
wir in jedem Jahr spielen, dann, so glauben wir, würde die Resonanz nachlasen.
Zum Anderen wollen wir unsere Familien und uns selbst etwas schonen. Um ein
Stück in gewohnter Qualität auf die Bühne zu bringen, benötigen
wir nur für die Probenzeit ein viertel Jahr. Dazu kommen dann die Aufführungen.
Unser Anspruch ist sehr einfach:
Wir wollen unserem Publikum einige schöne Stunden bereiten und selbst dabei
Spass haben.
Stand: 25.Oktober 1998
aktualisiert 02. Dezember 2009